GOTT - plötzlich DA in meinem Leben, nicht mehr nur im Kopf, sondern tief drinnen, im Herzen.Dieser GOTT in Jesus Christus, dieser Unbegreifliche und doch so Nahe. Dominikus strahlte durch sein Wort und sein Leben aus und zeigte mit seinem klaren Lebenszeugnis, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen, in aller Radikalität und Entschiedenheit.In Gemeinschaft den Spuren Jesu folgen, geführt und angeleitet durch das einzigartige Leben unseres Ordensvaters Dominikus (um 1173 - 1221) und unserer Gründerin Mutter M. Cherubine Willimann (1842 - 1914). Berufen - Das Leben mit den Arenberger Dominikanerinnen: In Gemeinschaft den Spuren Jesu folgen, geführt und angeleitet durch das Leben unseres Ordensvaters Dominikus (um 1173 – 1221) und Mutter M. Cherubine Willimann (1842 - 1914).
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GOTT - plötzlich DA in meinem Leben, nicht mehr nur im Kopf, sondern tief drinnen, im Herzen.

Völlig verrückt, ich gebe es zu. Buchstäblich ver-rückt, den Standort gewechselt, total neues Leben gefunden, an einer ganz alltäglichen, unbedeutenden Stelle der Welt: keine Visionen, keine Entrückung, aber pure Begegnung, beherztes, volles Leben, Glück. Alles bekommt auf einmal Sinn, alles beginnt zu reden, auch die vom Wohlstand verletzten, leergefegten Worte wie Gnade, Gehorsam,

Freiheit, Demut... werden wieder randvoll, selbst das Leiden, selbst der Tod
werden sinnvoll. Und wer ist "Schuld" daran?


Dieser GOTT in Jesus Christus, dieser Unbegreifliche und doch so Nahe. Kein Bild holt Ihn ein, kein Wort vermag Ihn zu fassen, immer nur bleibt ein Stammeln über diese alles verändernde Begegnung mit Ihm. Silja Walter, eine Benediktinerin aus dem Kloster Fahr, meine ich, findet in ihren Texten die Sprache wieder, die mir dann und wann verloren geht; sie gehört wohl auch zu den verrückten Frauen, mit denen es GOTT wieder und wieder wagt:
Es gibt das mächtige, das übermächtige Andere, so zart wie gar nichts, so zart, so leise wie nichts in der Welt.
Auf der ganzen Erde, Sternenhimmel eingeschlossen, gibt es nichts so Leises,
Denken, Fühlen und Lieben eingeschlossen,
es ist noch unsäglich leiser, und doch hat es die Weltscheibe gesprengt...


Es ist, als wird da wirklich etwas gesprengt, die eigene, manchmal auch gottlose, kleine Welt. GOTTES Wort, GOTTES Liebe berührt, geht unter die Haut, das Leise, anfänglich so Zarte dringt ein, wird mächtig im eigenen Herzen, wird immer lauter und bleibt da tief "drin" wohnen. Nicht zu begreifen, aber es ergreift, überwältigt. Ahnung wächst zur Gewissheit.
Und dann nimmt sie den ganzen Raum ein, diese Gottesbegegnung, mit all ihren Tiefen und Höhen, in Augenblicken tiefster Freude, in Momenten der Tränen bis hin zum Verstummen.
Liebende müssen davon etwas ahnen, ja ich glaube, nur Liebende... und jene, die noch dankbar staunen können, über ein Gänseblümchen vielleicht, über einen Schneekristall oder einen Teller dampfender Suppe.

Und dann gibt es eben nur noch das Eine, dann gab es für mich nur noch das Eine: mit und für diesen GOTT gehen, "mit allem", wie I. Raguin schreibt, "emigrieren, was man ist, mit seinen Knochen, seinem Geist, seiner Seele, alles muss mit...". Aufbruch ins Kloster, um Tag für Tag, Nacht um Nacht auf diesen lebendigen GOTT zuzugehen. Aufbruch ins Kloster, in dieses in den Köpfen vieler so verstaubte, monotone, leidenschaftslose Leben hinter zumauernden Vorschriften und Regeln. Ach, welche Vorstellungen!!

Seit zwölf Jahren lebe ich nun in der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen in Koblenz/Deutschland und habe hier in der Ferne innerste Heimat - auch trotz Erfahrungen von Schwäche und Unvermögen -, beglückende Heimat gefunden, mit dem tiefen Bewusstsein, ganz und gar hierher zu gehören. Hier lernte und lerne ich mit anderen Augen zu sehen, mit anderen Ohren zu hören, mit dem Herzen DA zu sein und ich erfahre, dass dieses Leben geprägt ist von einer lebenslangen Gottsuche, von der eigenen lebenslangen Menschwerdung d.h. von meiner ureigensten Verwirklichung in DEM, der mich geschaffen hat.

Es bleibt ein ständiges Unterwegssein, jedoch nicht im Alleingang, sondern in Gemeinschaft. In Gemeinschaft folgen wir den Spuren Jesu, geführt und angeleitet durch das einzigartige Leben unseres Ordensvaters Dominikus (um 1173 - 1221) und unserer Gründerin Mutter M. Cherubine Willimann (1842 - 1914).

Beide geben uns Schwestern den Auftrag, in der heutigen Zeit für das Heil der Menschen gegenwärtig zu sein (Heil birgt das Wort Heilung, und Heil meint immer auch versöhntes, befreites Leben, was letztlich nur in der Beziehung zu GOTT gelingen kann; Heil meint Ganzsein, ein Integrieren all dessen, was mich als Person ausmacht.)

Das Leben im Kloster ist kein Verlieren. Es ist, Du magst es glauben oder nicht, Gewinn, volles, bewegtes, buchstäblich verrücktes Leben.

Sr. M. Scholastika