Das Leben des Heiligen Dominikus - Kurzformel dominikanischen Lebens: Schauen und betrachten, und das daraus Empfangene Leben werden lassen und weitergeben - „Für das Heil der Welt“ gründete Dominikus seinen Orden
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DOMINIKUS
Schauen und betrachten, und das daraus Empfangene Leben werden lassen und weitergeben.

Diese Kurzformel dominikanischen Lebens, die auch die Konturen einer der ältesten Darstellungen (13. Jahrhundert) des heiligen Dominikus prägt, zeichnet treffend das kontemplative Wesen unseres Ordensgründers: mit geschlossenen Augen ruht er in GOTT, bewohnt er Sein Wort, das ihm Nahrung ist, Wegweisung und Leben.

Gesammelt aus der Kraft des Schweigens und Betens, erfüllt mit einer befreienden Heiterkeit und Einfachheit, mit ausgeprägter Feinfühligkeit und Milde, beschenkt mit der Gabe echten Mitleidens, die dem Menschen seine wahre Würde zurückgibt, eröffnete Dominikus allen, die ihm begegneten, Horizonte eines in Christus erlösten Lebens.

Der Herr hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Holzfigur des Heiligen Dominikus aus dem 13. Jahrhundert. Prouille.
Bild des hl. Dominikus. Kapitalsaal, S. Dominico, Bologna Selbst ergriffen vom grenzenlosen Erbarmen Gottes lag Dominikus zutiefst das Heil des Menschen am Herzen; ausnahmslos jedem neigte er sich liebend zu, ungeachtet seiner Herkunft, seiner Bildung und seines Standes.

"Alle Menschen umfing er mit einer fast grenzenlosen Liebe, und da er allen mit Liebe begegnete, wurde er von allen geliebt. Sich zu freuen mit den Fröhlichen und zu weinen mit den Weinenden, war seine persönliche Devise, überströmte er doch von Güte und Sorge für die Mitmenschen und von Mitleid für die Unglücklichen."
Dominikus lebte ganz aus der Hoffnung und Vorsehung und wurde darin für seine Zeit der glaubwürdige, selbstlose Verkünder des Evangeliums - Ort der Menschwerdung GOTTES.
Das Evangelium war für ihn Schlüssel zur Welt, die Welt Schlüssel zum Evangelium, zur Heilsbotschaft Jesu Christi. Die Berührung mit der von Irrtum und existentieller Not verwundeten Menschheit ließ ihn eintreten in das Geheimnis der Passion Jesu; Frau Angelico hat ihn häufig am Fuße des Kreuzes gemalt.
"Für das Heil der Welt" gründete Dominikus seinen Orden, dem Papst Honorius III. 1217 den Namen "Prediger" gab. So wie Jesus die Apostel, so sandte er seine Brüder aus, den Menschen durch Wort und Beispiel den lebendigen GOTT zu bringen - in Armut wie "der Menschensohn, der keinen Ort hat, wo er sein Haupt hinlegen kann" (Matthäus 8,20).

Dominikus "sprach nur von Gott und mit GOTT". Der Tag gehörte den Menschen, die Nacht seinem Schöpfer und Erlöser. Er verstand es auf einzigartige Weise, Kontemplation und Aktion zu einer Einheit zu verbinden und allem die nötige Zeit und den gebührenden Raum zu schaffen: Gotteslob, Studium, Gemeinschaft, Dienst an der Kirche und am Leben.

Predigt ist nicht allein das Wort, sondern das gelungene Ineinander von Verkündung und gelebtem Alltag. Dominikus hat keine Schriften hinterlassen. Alle aber, die mit ihm unterwegs waren oder in seiner Nähe Heilung erfuhren, wurden zu Zeugen seiner tiefen Verbundenheit, seiner lebendigen Beziehung zu GOTT.

Dominikus - Beter und Verkünder. Dominikanerinnenkloster Cazis, Schweiz
Alles stellte er in den Dienst des Evangeliums: seine Gesundheit, seine Zeit, die täglichen Anforderungen, die Gestaltung von Beziehungen, seine Talente, kurz sein ganzes Leben. Dominikus strahlte durch sein Wort und sein Leben aus und zeigte mit seinem klaren Lebenszeugnis, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen, in aller Radikalität und Entschiedenheit.

Blick auf Caleruega. Kloster der Dominikanerinnen (Ausschnitt)

"Für das Heil der Welt" gründete Dominikus seinen Orden, dem Papst Honorius III. 1217 den Namen "Prediger" gab.

Der Schlussstein des ehemaligen Klosters von Pruille zeigt das Lamm Gottes, Emblem der Prediger.

Dominikus Darstellung von Fra Angelico. Museum von S. Marco, Florenz.

Bulle vom 21. Januar 1217, in der Honorius III. dem hl. Dominikus und seinen Brüdern den Namen "Prediger" gab.

Vision des seligen Guala o.p., als Dominikus starb. Messbuch der Dominikanerinnen von Regensburg aus dem 13. Jahrhundert, heute im Keble College, Oxford

Wichtige Lebensdaten
 
zwischen 1173 und 75 in Caleruega, Kastilien geboren
 
Mit ca. 14 Jahren beginnt Dominikus das Studium der "Freien Künste" in Palencia, anschließend studiert er Theologie mit dem Ziel des Priestertums.
   
1196 wird Dominikus in das Domkapitel nach Osma gerufen.Er wird Augustinerchorherr unter dem Prior Diego.
 
1201 Dominikus ist Subprior des Kapitels und führt ein zurückgezogenes Leben: seine Hauptaufgabe ist das liturgische Gotteslob und die Kontemplation, Fundament für seine kontemplative Berufung.
 
1203 Reisen mit Diego nach Norddeutschland: Begegnung mit den Kumanen
 
1206 Verhandlungen mit Innozenz III. in Rom über die Missionierung der Kumanen, die jedoch abgelehnt wird.
 
1206 Begegnung mit drei päpstlichen Legaten und Zisterzienseräbten bei Montpellier;
gemeinsame Bekämpfung der Häresien in Südfrankreich: Diego rät den Legaten, ihre Missionsmethode zu ändern und arm, wie die Apostel, und zu Fuß umherzuziehen - Predigt in "Wort und Beispiel"
 
1206 (Dezember): Diego und Dominikus gründen ein Frauenkloster in Prouille; ein Jahr später stirbt Diego.
 
bis
1215
Erste Brüder schließen sich Dominikus an: das "Heilige Predigtwerk" beginnt im Languedoc (Frankreich); Dominikus disputiert mit den Irrenden, fördert das Anliegen des Friedens und verkündet das unverfälschte Wort Gottes.
 
1215 (April) Gründung eines Diözesan-Predigerorden in Toulouse; Fulco, Bischof von Toulouse, bestätigt den Orden. Dominikus bittet Innozenz III. beim IV. Laterankonzil in Rom um die Bestätigung des Ordens. Dieser rät ihm, eine bereits bestehende Regel zu übernehmen.
 
1216 Dominikus und seine Brüder wählen die Regel des hl. Augustinus.
 
1217 21.01: Honorius III. bestätigt in Toulouse ihre Predigttätigkeit als Ziel des Ordens und gibt den Brüdern den Namen "Prediger": der Auftrag zur weltweiten Verkündigung beginnt.
 
1217 (Sommer): Dominikus sendet seiner Brüder nach Paris und Spanien.
 
1218 Dominikus weilt in Rom, von wo aus er seine Brüder nach Bologna sendet. Eigene Predigttätigkeit in Spanien.
1219 Dominikus weilt an der päpstlichen Kurie in Viterbo und bekommt den offiziellen Auftrag, die römischen Nonnen zu reformieren und sie im neugebauten Kloster bei San Sisto zu vereinen.
1220 Das erste Generalkapitel des Ordens in Bologna gibt dem Orden eine neue Verfassung
1221 Dominikus gründet das Reformkloster für Schwestern bei San Sisto in Rom.
Ende Mai: Zweites Generalkapitel in Bologna
6. August: Dominikus stirbt in Bologna.
1234 Gregor IX. spricht Dominikus heilig.
Die Gebetshaltungen des heiligen Dominikus