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| Impuls |
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| Im
Puls der Weihnacht |
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Das
Wort Gottes kommt zum Menschen, um ihn in die Gemeinschaft mit
seinem Ursprung jenseits aller Geschichte zurückzuholen.
Es bliebe beim ewig dunklen Dialog des Menschen mit sich selbst,
wäre dieses Wort nicht im Anfang bei Gott, der Gemeinschaft
ist und Gemeinschaft will. In seinem Wort teilt er sich dem Menschen
vorbehaltlos mit, er kommt in die Welt als DAS Wort des Lebens
(1 Joh 1,1 ), als einer, der das Leben ist, das Leben hat und
es in Fülle gibt.
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Das
Wort Gottes ist Fleisch geworden,
es hat in Jesus unser Leben in seiner ganzen Menschlichkeit
angenommen,
die tiefsten Abgründe durchlebt
und alle Nichtigkeit, Vergänglichkeit, und Vergeblichkeit
durchlitten.
Gott stellt sich äußerster menschlicher Armut,
um sein Geschöpf unendlich reich zu machen.
Der Ewige wird zeitlich, der Schöpfer ein Teil der
Schöpfung,
Allmacht wird Ohnmacht, und das Grenzenlose wird in die
Endlichkeit entbunden,
damit der Mensch in die Fülle des Lebens eingebunden
wird.
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| Das
Wort Gottes schlägt seither eine unzerstörbare
lebendige Brücke zum Menschen. Ein neues Band ist geknüpft,
ein neuer Bund uns geschenkt. |
Das
göttliche Wort wollte Fleisch werden, aber nicht ohne eine
menschliche Antwort.
Maria gab ihr Wort, sie übergab ihren eigenen Leib, in den
Gott hinuntersteigen konnte - in das Fleisch, in die konkrete
Geschichte der Menschheit .
Maria schenkt dem Wort des Lebens ihr Leben, dem Wort, durch das
alles geschaffen ist, auch sie. Gott zeugte den, ohne den überhaupt
nichts ist, und Maria gebar den, ohne den nichts so ist, wie es
sein sollte. Das geschieht unter sehr alltäglichen, armseligen
Umständen: mitten in der Hetze einer erfolglosen Suche nach
Unterkunft, völlig improvisiert im Stall von Bethlehem kommt
das göttliche Leben in unsere menschliche Armut und Enge,
in den Stall unseres Lebens.
Gott nimmt diese unsere Wirklichkeit in all ihren Dimensionen
an, um jeder und jedem von uns zu sagen, wie unendlich kostbar
wir für ihn sind.
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Das
Wort Gottes ist seither für mich keine Formel, keine
Utopie, kein fremder Gott mehr.
Es will in mir Gestalt annehmen und
mein alltägliches Leben durchdringen und erfüllen.
Die Menschenfreundlichkeit Gottes
schenkt mir dieses Kind in der Krippe,
damit ich und die Welt menschenfreundlicher werden.
Die Menschwerdung Gottes ist ein für allemal geschehen,
und doch will sie sich in mir immer neu ereignen und Wirklichkeit
werden.
Ich bin die Drehscheibe dieses Ereignisses.
Ob das Kind für mich wirklich Retter, Erlöser
und Immanuel - Gott mit uns - geworden ist,
zeigt sich, ob ich seiner rettenden Liebe meine Hände,
Füße und die Wärme meines Herzens offen
hinhalte: |
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Vom
göttlichen Wort in An-Spruch genommen, werde ich erst Mensch,
finde ich mein wahres Wesen. Das Wort des Lebens kommt in mein
Leben und bringt mich ins Licht!
Pater
Vladimir Koudelka OP
Pater
Vladimir J. Koudelka ist 1919 in Tschechien geboren, trat in den
Dominikanerorden ein und promovierte in Kirchengeschichte. Während
seiner Arbeit am Historischen Institut der Dominikaner in Rom
(1942 bis 1976) gelangen ihm mehrere Neuentdeckungen in der Erforschung
der Urkunden, die den hl. Dominikus betreffen.
Seit 1990 ist P. Koudelka Hausgeistlicher in unserem Kloster in
Rickenbach / LU, Schweiz.
Der Text ist einem Betrachtungs-Zyklus über die Christusgeheimnisse,
die im Rosenkranzgebet meditiert werden können, entnommen.
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