Im Schweigen und im Verweilen vor GOTT wuchs ihr jener Glauben zu, der ihren Blick frei hielt für das Wesentliche - in allem , was auf sie zukam."Für das Heil der Welt" gründete Dominikus seinen Orden, dem Papst Honorius III. 1217 den Namen "Prediger" gab.Mutter M. Cherubine Willimann, die Gründerin unserer Gemeinschaft, ließ alles hinter sich, um sich ganz und gar auf GOTTES Pläne einzulassen.Schwestern der Heiligen Katharina von Siena Mutter M. Cherubine Willimann: Schriften aus ihrer Zeit zeichnen uns eine einfache, tief in GOTT verwurzelte Frau, die „sowohl als geduldig Wartende als auch mutig Unternehmende“ das einzig Notwendige zu ertasten suchte.
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MUTTER M. CHERUBINE

GOTT beginnt immer wieder neu Seinen Weg mit uns Menschen, immer wieder neu wirkt er sein Heil und schenkt er sein Leben - an oft unbedeutenden Orten der Welt, mit Frauen und Männern, die sich von ihm treffen und finden lassen und bereit sind aufzubrechen, ohne das Ziel zu kennen.

Auch Mutter M. Cherubine Willimann, die Gründerin unserer Gemeinschaft, ließ alles hinter sich, um sich ganz und gar auf
GOTTES Pläne einzulassen. Mit einem unerschütterlichen Vertrauen nahm sie wieder und wieder ungewisse, ihr fremde Wege unter die Füße; selbst das Erleiden dunkler, angstvoller Stunden ließ sie nicht mutlos werden, im Gegenteil: ihre starke Hoffnung
auf GOTT hatte sprengende Kraft in einer damals hoffnungsarmen Zeit.

Mutter M. Cherubine, getauft auf den Namen Josefa, ist 1842 in Rickenbach (Kanton Luzern/Schweiz) geboren und aufgewachsen.

Früh schon verlor sie durch einen Unfall ihren Vater, mit 20 Jahren auch ihre Mutter. Als älteste Tochter trug sie nun die Verantwortung für ihre Schwestern und den bäuerlichen Hof.

Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen... Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Im Schweigen und im Verweilen vor GOTT wuchs ihr jener Glauben zu, der ihren Blick frei hielt für das Wesentliche - in allem , was auf sie zukam.
Der von Stille und Gebet getragene Alltag des Klosters entsprach ihrem Wesen. Kraft und Halt fand sie in GOTT, den sie bereits in ihrer Kindheit durch den festen Glauben ihrer Eltern als bergender und tragender Lebensgrund erfahren durfte. Mehr und mehr wurde Jesus Christus der einzige Inhalt, das letzte Warum ihres Lebens.

So trat sie 1864 in das Kloster der Dominikanerinnen St. Peter in Schwyz ein, wie vor ihr bereits zwei ihrer Schwestern. Der von Stille und Gebet getragene Alltag des Klosters entsprach ihrem Wesen. Im Schweigen und im Verweilen vor GOTT wuchs ihr jener Glauben zu, der ihren Blick frei hielt für das Wesentliche - in allem, was auf sie zukam.

Ihre Zeit in Schwyz war jedoch begrenzt, denn ihre körperlichen Beeinträchtigungen waren Hindernis für die damals strenge Lebensordnung der klausurierten Nonnen.
Der Ort ihres Wirkens sollte ein anderer sein...

Geprägt von den Monaten in Schwyz folgte sie - und mit ihr auch zwei Schwestern - der drängenden Bitte des Pfarrers von Arenberg, Johannes Babtist Kraus, dem St. Peter durch Kontakte mit dem Rektor des Klosters nicht unbekannt war. Pfarrer Kraus suchte Ordensschwestern für die Pflege seiner neu errichteten Wallfahrtstätten und für die Übernahme caritativer Aufgaben in der damals armen Pfarrgemeinde.

1868 erreichten die drei Frauen aus Schwyz den Arenberg und bezogen das bereits 1864 erbaute Klösterchen, in dem Josefa mit zwei weiteren Frauen das Noviziat begann und den Ordensnamen Cherubine erhielt.

Doch unzählige innere Konflikte, die durch die spannungsreiche politische Situation noch verschärft wurden, brachten die junge Gemeinschaft in eine harte Zerreißprobe - der Anfang schien bald schon ein Ende zu haben.

Letztlich war es Mutter M. Cherubine, diese zarte, doch entschiedene Frau, die all das Finstere und Undurchsichtige jener Zeit durchgetragen hat und nach einem hartnäckigen und schmerzlichen Hin und Her als Einzige zum Arenberg zurückkehrte.

Hier erkannte sie den Ort ihrer Berufung, hier den Ort ihrer Sendung. Die wache Hoffnung auf das, was nicht in ihrer Macht stand, ihre Bescheidenheit und ihre unaufdringliche Präsenz machten sie frei zum Handeln und ließen sie ganz da sein für die Menschen, die ihrer Hilfe bedurften: Kinder, Jugendliche, arme, kranke und alte Menschen. Sie lagen ihr am Herzen, ihnen schenkte sie ihre Zeit, ihre Kraft, ihre Liebe.

Schriften aus ihrer Zeit zeichnen uns eine einfache, tief in GOTT verwurzelte Frau, die "sowohl als geduldig Wartende als auch mutig Unternehmende" das einzig Notwendige zu ertasten suchte.

Gegenwärtig in GOTT wurde sie zum gegenwärtigen Menschen für die Not und Armut ihrer Zeit. Im Gebet reifte ihr Wirken, mit Hilfe des Gebetes traf sie ihre Entscheidungen und versuchte unaufhörlich das Evangelium in den Umständen des täglichen Lebens umzusetzen - im Kontext ihrer Zeit und Welt.

Durch die prägende Kraft ihres Lebenszeugnisses fanden sich auf dem Arenberg bald schon junge Frauen ein, die sich mit ihr den wachsenden Herausforderungen stellten. Schwestern verließen nun das Mutterhaus, um in Städten und Dörfern für Kinder, kranke, alte und benachteiligte Menschen Not wendend da zu sein.


Neben dem Gästehaus hier in Koblenz sind Orte unseres Wirkens sind Berlin, Michendorf, Düsseldorf, Oberhausen, Remscheid, Kirn, Daleiden/Eifel, Wetten bei Kevelaer und Rickenbach/Schweiz.


Ihre stilles Verlangen, als Missionarin nach China zu gehen, blieb Mutter M. Cherubine verwehrt. Knapp 50 Jahre nach ihrem Tod aber, 1963, konnten wir als Gemeinschaft in Bolivien eine kleine Missionsstation errichten.

Pfarrer Kraus suchte Ordensschwestern für die Pflege seiner neu errichteten Wallfahrtstätten und für die Übernahme caritativer Aufgaben in der damals armen Pfarrgemeinde.


Mutter M. Cherubine Willimann, die Gründerin unserer Gemeinschaft, ließ alles hinter sich, um sich ganz und gar auf GOTTES Pläne einzulassen.


Durch die prägende Kraft ihres Lebenszeugnisses fanden sich auf dem Arenberg bald schon junge Frauen ein, die sich mit ihr den wachsenden Herausforderungen stellten.


In der Stille und im gemeinsamen Gebet treten wir ein in die Begegnung mit Jesus Christus.